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AVGS bei Kündigung: Jetzt ist der beste Moment

Der Brief liegt auf dem Tisch. Du arbeitest noch. Genau jetzt kannst du schon nach dem Gutschein fragen.

Stand: 17. September 2026 · § 45 SGB III · § 38 SGB III · § 159 SGB III · § 82 SGB III · Keine Rechtsberatung · Geschrieben von Daniel Kuhlen (wer das ist und wovon er lebt)

Ein Mann trägt einen kleinen Karton aus einem Backsteintor hinaus in eine sonnige Straße.
Kurz gesagt

Der Brief ist da? Melde dich gleich bei der Agentur für Arbeit, auch wenn du noch arbeitest.

Ab dann kannst du nach dem Coaching fragen.

So beginnt dein Neuanfang, bevor der alte Job endet.

Der Gutschein ist nicht nur für Arbeitslose. Auch wer von Arbeitslosigkeit bedroht ist, gehört dazu. So steht es in § 45 SGB III. Das bist du, sobald das Ende deines Jobs feststeht und du dich bei der Agentur für Arbeit gemeldet hast.

Warum du dich sofort melden solltest

Melde dich bei der Agentur für Arbeit arbeitsuchend, spätestens drei Monate bevor dein Job endet. Erfährst du weniger als drei Monate vorher vom Ende, musst du dich innerhalb von drei Tagen melden. Das Gesetz nennt das „Arbeitsuchendmeldung“ (§ 38 Abs. 1 SGB III). Wer sich später meldet, riskiert eine Sperrzeit beim Arbeitslosengeld (§ 159 Abs. 1 Satz 2 Nr. 7 SGB III). Sperrzeit heißt: eine Zeit ohne Arbeitslosengeld.

Warum dieser Moment so gut ist

Die Reihenfolge

  1. Melde dich sofort arbeitsuchend
    Nicht arbeitslos, sondern arbeitsuchend. So heißt es, wenn du dich bei der Agentur für Arbeit meldest, bevor dein Job endet. Das geht online, am Telefon oder vor Ort, egal wie lange du noch arbeitest. Die Fristen aus § 38 SGB III stehen oben.
  2. Bitte um ein Gespräch
    Bitte nach der Meldung gleich um einen Termin. Dort sprichst du das Coaching an, nicht erst nach dem letzten Arbeitstag.
  3. Nimm das Angebot mit
    Wie bei jedem AVGS: das Angebot eines zugelassenen Coaching-Anbieters mit Maßnahmenummer und eine halbe Seite Begründung. Der Weg steht unter So fragst du beim Amt.
  4. Leg das Coaching ans Ende
    Wähl den Start so, dass das Coaching zum Ende deines Jobs läuft oder kurz danach beginnt. Den Termin sprichst du mit dem Anbieter ab.

Wo es nicht geht

Fester Job ohne Kündigung. Steht das Ende deines Jobs nicht fest und bekommst du kein Geld vom Amt, gehörst du nicht dazu. Willst du aus einem sicheren Job heraus etwas ändern, kann der Weg über eine Weiterbildung für Beschäftigte (§ 82 SGB III) oder über deinen Arbeitgeber führen, nicht über den AVGS. Der AVGS ist kein Bildungsgutschein. Er bezahlt ein Coaching, keine Umschulung und keinen Abschluss.

Aufhebungsvertrag ohne Beratung. Unterschreibst du statt einer Kündigung einen Aufhebungsvertrag, kann das eine Sperrzeit beim Arbeitslosengeld auslösen. Kläre das vor der Unterschrift mit einer Rechtsberatung oder der Agentur für Arbeit. Ein Coaching-Anbieter ist dafür nicht die richtige Stelle, und ich auch nicht.

Deine Fragen

Ich habe die Kündigung. Kann ich schon fragen?

Ja. Mit Kündigung und Meldung bei der Agentur für Arbeit zählst du als „von Arbeitslosigkeit bedroht“. Damit gehörst du zu den Menschen, die § 45 SGB III meint, auch wenn du noch Monate arbeitest. Ob es ein Ja gibt, entscheidet das Amt.

Wann muss ich mich melden?

Nach § 38 Abs. 1 SGB III meldest du dich bei der Agentur für Arbeit arbeitsuchend, spätestens drei Monate bevor dein Job endet. Erfährst du weniger als drei Monate vorher vom Ende, musst du dich innerhalb von drei Tagen melden. Wer sich zu spät meldet, riskiert eine Sperrzeit (§ 159 Abs. 1 Satz 2 Nr. 7 SGB III). Das ist eine Zeit ohne Arbeitslosengeld.

Erfährt mein Arbeitgeber davon?

Nein. Die Meldung ist eine Sache zwischen dir und der Agentur für Arbeit. Dein Arbeitgeber wird darüber nicht informiert.

Kann ich das Coaching neben dem Job machen?

Das hängt vom zugelassenen Coaching ab. Umfang und Termine klärst du mit dem Anbieter, bevor du beim Amt fragst. Läuft das Coaching per Video oder Telefon, sparst du dir wenigstens die Wege.

Gilt das auch bei einem Aufhebungsvertrag?

Sobald das Ende deines Jobs feststeht, gilt dasselbe wie bei einer Kündigung. Aber Vorsicht mit dem Aufhebungsvertrag selbst: Er kann eine Sperrzeit beim Arbeitslosengeld auslösen. Kläre das vor der Unterschrift mit der Agentur für Arbeit oder einer Rechtsberatung, nicht mit einem Coaching-Anbieter.

Und wenn mein Vertrag befristet ist?

Ein Vertrag, der ausläuft, ist derselbe Fall: Das Ende steht fest, die Meldepflicht nach § 38 SGB III gilt, und damit ist der Weg zu § 45 SGB III offen.

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Ehrlich gesagt

Das Amt entscheidet. Ich bereite dich vor.

Ob du den Gutschein bekommst, entscheidet allein die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter. Ein Ja im Voraus kann dir niemand geben.

Was ich tun kann: mit dir schauen, ob es passt, und dir die Unterlagen für den Termin schreiben.

Fester Job, keine Kündigung und kein Geld vom Amt? Dann gibt es den Gutschein nicht. Das sage ich dir lieber gleich.

Der erste Schritt dauert zwei Minuten.

Sag mir, wo du stehst. Wenn du möchtest, rufe ich dich an, ehrlich und ohne Druck. Für dich kostet das nichts. Du musst da nicht allein durch.

Passt das zu mir? · 2 Minuten

Ob du den Gutschein bekommst, entscheidet allein die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter. Dein AVGS ist kein Amt und arbeitet unabhängig.

Deine Liste

Was das Amt für dich bezahlen kann

Die Hilfen auf einen Blick. Zu jeder: wer zahlt und woran es hängt.

  • Ein Coach nur für dich. Kann über den Gutschein vom Amt bezahlt werden.
  • Geld für Bewerbungen. Fotos, Führungszeugnis, Übersetzungen: Das Amt kann Kosten übernehmen.
  • Fahrt zum Vorstellungsgespräch. Bus, Bahn oder Auto: Das Amt kann die Kosten übernehmen.
  • Führerschein, im Einzelfall. Wenn du ihn für eine bestimmte Stelle brauchst und kein Bus fährt.
  • Weiterbildung oder Umschulung. Mit dem Bildungsgutschein, beim Berufsabschluss sogar mit Anspruch.

Alles, was drinsteht

Mit dem Klick bekommst du die Liste. Dafür schicke ich, Daniel Kuhlen von Dein AVGS, dir per E-Mail Tipps rund um das Amt und den Gutschein und Hinweise auf das AVGS-Coaching, das ich vermittle. Höchstens einmal pro Woche. Abmelden kannst du dich jederzeit über den Link in jeder Mail. Datenschutz

Die Liste kommt von Dein AVGS (Daniel Kuhlen, deinavgs.de), nicht vom Amt. Ob du eine Hilfe bekommst, entscheidet allein die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter. Dein AVGS ist kein Amt und arbeitet unabhängig.

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