Seriösen Anbieter erkennen. Auch bei mir.
Wem kannst du trauen? Hier steht, was du selbst prüfen kannst. Und die fünf Sätze, bei denen du gehen solltest.
Stand: 17. September 2026 · § 45 SGB III · § 178 SGB III · Quellen: Bundesagentur für Arbeit zur Trägerzulassung, Deutsche Akkreditierungsstelle · Geschrieben von Daniel Kuhlen (wer das ist und wovon er lebt)

Ob ein Anbieter zugelassen ist und welche Nummern er beim Amt hat, kannst du prüfen. Ich zeige dir, wie.
Wer dir ein Ja verspricht, meint es nicht ehrlich.
Wer offen sagt, wovon er lebt, hat nichts zu verstecken.
Wer überhaupt zulassen darf
Den Gutschein kannst du nur bei einem Anbieter abgeben, der nach der AZAV zugelassen ist. AZAV steht für Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung. Zugelassen heißt: geprüft von einer fachkundigen Stelle. Das sind über 30 private Unternehmen, die bundesweit prüfen. Es prüft also weder die Bundesagentur noch der Anbieter selbst. Diese Stellen brauchen ihrerseits eine Akkreditierung. Die erteilt und überwacht die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS).
Für dich heißt das: Es gibt eine Kette, und jedes Glied kannst du prüfen. Der Anbieter nennt seine fachkundige Stelle. Ob diese Stelle akkreditiert ist, steht öffentlich bei der DAkkS.
Was du verlangen darfst
| Nachweis | Woran du ihn erkennst | Wie du ihn prüfst |
|---|---|---|
| Zertifikat (AZAV) | Urkunde der fachkundigen Stelle, mit Gültigkeitszeitraum | Danach fragen. Ein ehrlicher Anbieter schickt es unaufgefordert. |
| Trägernummer | Die Nummer des Anbieters beim Amt, steht auf dem Angebot | Dein Berater beim Amt sieht den Anbieter damit in seinem System. |
| Maßnahmenummer | Die Nummer des einzelnen zugelassenen Coachings | Vergibt die Agentur für Arbeit. Nicht online nachschlagbar, mehr dazu unten. |
| Angebot | Inhalt, Einheiten à 45 Minuten, Dauer, Form | Muss vorliegen, bevor du beim Amt fragst, nicht erst danach. |
Ein Irrtum, der oft im Netz steht
Immer wieder liest man, die Maßnahmenummer stehe in KURSNET. Für AVGS-Coachings stimmt das nicht. Die Nummern, die dort hinterlegt sind, gehören zu Kursen im Bildungsgutschein-Verfahren. KURSNET ist gut, um Angebote zu finden. Die Nummer prüfst du dort aber nicht. Der AVGS ist kein Bildungsgutschein. Er bezahlt ein Coaching, keine Umschulung und keinen Abschluss.
Der sichere Weg ist einfacher: Frag deinen Berater beim Amt. Er sieht Anbieter und Coaching in seinem System. Und er stellt ohnehin den Gutschein aus.
Fünf Sätze, bei denen du gehen solltest
- „Den Gutschein bekommst du auf jeden Fall.“
Das kann niemand wissen. Das Ja kommt vom Amt. Dein Berater entscheidet, das Gesetz nennt das Ermessen. Wer dir den Gutschein zusagt, sagt die Unwahrheit oder kennt das Verfahren nicht. - „Eine kleine Bearbeitungsgebühr fällt an.“
Fällt sie nicht. Der Gutschein deckt das Coaching ganz ab. Es gibt keinen Eigenanteil, keine Vorkasse und keine Gebühr fürs Fragen. - „Melde dich schnell, die Plätze sind knapp.“
Über den Gutschein entscheidet das Amt, nicht der Anbieter. Zeitdruck ist ein Verkaufstrick, kein Teil des Verfahrens. Der Gutschein selbst ist zwar befristet. Das ist aber etwas anderes und betrifft erst die Zeit nach dem Ja. - „Unsere Nummer bekommst du später.“
Träger- und Maßnahmenummer gehören auf das Angebot, das du mit zum Amt nimmst. Ohne sie kannst du nicht sinnvoll fragen. Später ist zu spät. - „Das klappt bei jedem.“
Tut es nicht. Fester Job, keine Kündigung und kein Geld vom Amt? Dann gibt es keinen Gutschein. Du brauchst einen Abschluss? Dann ist der Bildungsgutschein nach § 81 SGB III dein Weg. Ein Anbieter, der nie Nein sagt, prüft nicht, ob es passt. Er sammelt nur Kunden ein.
Und wie steht es um mich?
Damit du dieselbe Prüfung auch hier machen kannst: Dein AVGS ist kein Coaching-Anbieter, sondern ein Beratungsangebot. Dein AVGS ist kein Amt und arbeitet unabhängig. Das Coaching macht ein zugelassener Coaching-Anbieter. Seine Trägernummer und die Maßnahmenummer stehen auf dem Angebot in deinen Unterlagen. Das Angebot nimmst du mit zum Amt.
Für dich ist das Coaching kostenlos. Bezahlt wird über den Gutschein. Mehr dazu und wo ich aufhöre, steht unter Über mich.
Gehst du nach dieser Seite zu einem anderen Anbieter, weil er besser zu dir passt, dann hat die Seite ihren Zweck erfüllt.
Deine Fragen
Wer prüft eigentlich die Zulassung?
Nicht die Bundesagentur für Arbeit selbst. Das machen fachkundige Stellen. Das sind über 30 private Unternehmen, die bundesweit prüfen und zulassen. Diese Stellen brauchen dafür selbst eine Akkreditierung. Die erteilt und überwacht die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS).
Kann ich die Maßnahmenummer online nachschauen?
Für AVGS-Coachings nicht. Die Maßnahmenummer vergibt die Agentur für Arbeit, und anders als bei Kursen mit Bildungsgutschein steht sie nicht in KURSNET. AVGS-Angebote findest du dort, die Nummer nicht. Willst du sichergehen, lass dir vom Anbieter das Zulassungszertifikat zeigen und frag deinen Berater beim Amt. Er sieht den Anbieter in seinem System.
Was muss auf dem Angebot stehen?
Name und Anschrift des Anbieters, Trägernummer, Maßnahmenummer, Inhalt, Umfang in Einheiten à 45 Minuten, Dauer, Form (vor Ort oder online) und der Hinweis auf die Zulassung (AZAV). Fehlt eine der Nummern, findet dein Berater das Coaching im System nicht.
Darf ein Vermittler Geld von mir verlangen?
Für ein Coaching, das über den Gutschein läuft, nicht. Der Gutschein deckt die Kosten ganz ab, einen Eigenanteil gibt es nicht. Wer Vorkasse, eine Bearbeitungsgebühr oder eine Erfolgsprämie von dir will, hält sich nicht an die Regeln.
Ist es schlimm, wenn ein Vermittler Provision bekommt?
Nein, das ist normal und in Ordnung, solange er es offen sagt. Vermittler werden vom Coaching-Anbieter bezahlt, wenn ein Coaching zustande kommt. Ein Problem wird es erst, wenn das verschwiegen wird. Oder wenn dir deshalb etwas empfohlen wird, das nicht zu dir passt.
Woran merke ich, dass mir jemand etwas verkauft, das ich nicht brauche?
Am fehlenden Nein. Wer nie sagt, für wen sein Angebot nicht taugt, hat kein Angebot, sondern einen Verkaufsprozess. Ein ehrlicher Anbieter sagt dir ohne Umschweife, wenn ein Kurs über den Bildungsgutschein der bessere Weg ist. Oder wenn es bei dir gar nicht geht.
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Das Amt entscheidet. Ich bereite dich vor.
Ob du den Gutschein bekommst, entscheidet allein die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter. Ein Ja im Voraus kann dir niemand geben.
Was ich tun kann: mit dir schauen, ob es passt, und dir sagen, wenn ein anderer Weg oder ein anderer Anbieter besser ist.
Fester Job, keine Kündigung und kein Geld vom Amt? Dann gibt es den Gutschein nicht. Das sage ich dir lieber gleich.
Der erste Schritt dauert zwei Minuten.
Sag mir, wo du stehst. Wenn du möchtest, rufe ich dich an, ehrlich und ohne Druck. Für dich kostet das nichts. Du musst da nicht allein durch.
Ob du den Gutschein bekommst, entscheidet allein die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter. Dein AVGS ist kein Amt und arbeitet unabhängig.
Was das Amt für dich bezahlen kann
Die Hilfen auf einen Blick. Zu jeder: wer zahlt und woran es hängt.
- Ein Coach nur für dich. Kann über den Gutschein vom Amt bezahlt werden.
- Geld für Bewerbungen. Fotos, Führungszeugnis, Übersetzungen: Das Amt kann Kosten übernehmen.
- Fahrt zum Vorstellungsgespräch. Bus, Bahn oder Auto: Das Amt kann die Kosten übernehmen.
- Führerschein, im Einzelfall. Wenn du ihn für eine bestimmte Stelle brauchst und kein Bus fährt.
- Weiterbildung oder Umschulung. Mit dem Bildungsgutschein, beim Berufsabschluss sogar mit Anspruch.
Die Liste kommt von Dein AVGS (Daniel Kuhlen, deinavgs.de), nicht vom Amt. Ob du eine Hilfe bekommst, entscheidet allein die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter. Dein AVGS ist kein Amt und arbeitet unabhängig.